Mittendrin im studentischen Leben
Aneschka Berchtold und Chiara Wooldridge: «Für jede Person gibt es etwas»
«Wir sind Aneschka und Chiara, beide 22, beide im Bachelor – und beide mittendrin im studentischen Leben der Universität Zürich (UZH). Wir arbeiten bei der Impulsfabrik, dem Zentrum für studentisches Engagement. Konkret heisst das, dass wir Studierende unterstützen, die eigene Projekte oder Organisationen aufbauen wollen. Wenn Leute mit einer Idee zu uns kommen, begleiten wir den Aufbauprozess, geben Tipps und helfen bei ganz praktischen Fragen wie Raumbuchungen oder Finanzierung. Wir sind also eine niederschwellige Anlaufstelle, bei der man einfach einmal fragen kann.
Ein zentrales Projekt ist für uns die Activity Fair. Zweimal im Jahr verwandelt sich der Lichthof in eine grosse Plattform für studentische Organisationen, die sich den Studierenden präsentieren wollen. Stände, Gespräche, spontane Begegnungen – genau dort passiert das, was wir fördern wollen: dass Menschen zusammenkommen, Kontakte knüpfen und vielleicht etwas Neues ausprobieren.
Ein weiterer Event, den wir organisieren, ist der jährliche FV/StudOrg-Tag. Dann laden wir die Mitglieder von studentischen Organisationen und Fachvereinen ein, um sich auszutauschen und Neues zu lernen. Auch die Fachvereine tragen ja sehr viel zum Campusleben bei.
Organisationen für alles Mögliche
Was uns an unserer Arbeit besonders gefällt, sind die Menschen. Jede Woche begegnen wir Studierenden, die für etwas brennen. Es gibt Organisationen für alles Mögliche: zum Beispiel Programmierclubs, kulturelle Landesvereine, die Events rund um ihre Herkunftsländer organisieren, oder Gruppen, die sich mit spezifischen Interessen beschäftigen – vom Aviatikverein über einen Häkelklub bis zur Tanzgruppe.
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In studentischen Organisationen entstehen Gemeinschaften – und oft auch Freundschaften. Gleichzeitig lernt man unglaublich viel.
Diese Vielfalt zu sehen und zu erleben, wie lebendig die Universität ist, motiviert uns sehr. Besonders schön sind die Momente, in denen wir merken, dass unsere Unterstützung etwas bewirkt. Wenn jemand zu uns kommt und sagt: «Dank eurem Tipp konnten wir unseren Event umsetzen» oder «Wir haben neue Mitglieder gefunden».
Studium, Job, Engagement
Natürlich ist unser Alltag nicht immer einfach. Wir studieren beide, arbeiten daneben 30 Prozent in der Impulsfabrik und engagieren uns ehrenamtlich in verschiedenen Projekten innerhalb und ausserhalb der UZH . Das erfordert gutes Zeitmanagement und Flexibilität. Zum Glück ergänzen wir uns als Team gut, auch weil wir unterschiedliche Studienfächer haben: Chiara studiert Informatik und Aneschka Geografie und Politikwissenschaften. Unsere Prüfungsphasen sind meistens nicht gleichzeitig, so dass die eine übernehmen kann, wenn die andere gerade sehr ausgelastet ist.
Warum uns studentisches Engagement so wichtig ist? Wir finden es zentral, neben dem Studium einen Space zu haben, in dem man sich ausprobieren, abschalten und mit anderen vernetzen kann. In studentischen Organisationen entstehen Gemeinschaften – und oft auch Freundschaften. Gleichzeitig lernt man unglaublich viel: organisieren, kommunizieren, Verantwortung übernehmen. Und das alles passiert freiwillig, aus Interesse und Leidenschaft – nicht für Noten oder Prüfungen. Man muss nicht gleich selbst einen Verein gründen oder ein grosses Projekt starten, sondern kann auch mit wenig Zeit dabei sein. Es gibt für jede Person etwas, das sie neben dem Studium machen kann, die UZH hat so viel zu bieten.»